Über dieses Hörbuch
Romeo und Julia begegnen einander in Verona, wo die Feindschaft ihrer Familien das Leben der Umgebung prägt. Ihre wachsende Zuneigung schafft eine persönliche Verbindung über eine öffentliche Trennung hinweg. Sie zu bewahren erzeugt jedoch eigenen Druck. Liebe entwickelt sich in einer Welt, in der ein Name bereits entscheiden kann, wie ein Mensch aufgenommen wird.
William Shakespeare stellt jugendliches Gefühl neben die Forderungen von Verwandtschaft, Freundschaft und städtischem Leben. Wortgefechte, Poesie und plötzliche Tonwechsel geben dem Erleben der Liebenden seine Dringlichkeit. Erwachsene bieten Rat aus unterschiedlichen Voraussetzungen an. Die Geschwindigkeit der Ereignisse erschwert es, Wissen, Absicht und Handlung miteinander in Einklang zu halten.
Die Tragödie untersucht Liebe, Konflikt und die Grenzen ererbter Treuebindungen. Ihre emotionale Kraft entsteht aus dem Gegensatz zwischen der geschaffenen Nähe und gesellschaftlichen Gewohnheiten, die sich nicht einfach verlassen lassen. Persönliche Entscheidungen werden verletzlich, wenn eine Gemeinschaft die Feindschaft zu einem gewöhnlichen Bestandteil ihrer Identität gemacht hat und von ihren Mitgliedern immer neue Bestätigung verlangt.