Über dieses Hörbuch
Kann eine Idee einen Menschen über das moralische Gesetz stellen? In Fjodor Dostojewskis Roman entwickelt der verarmte ehemalige Student Rodion Raskolnikow in Sankt Petersburg eine gefährliche Theorie: Außergewöhnliche Menschen dürften für ein höheres Ziel Verbrechen begehen. Er ermordet eine Pfandleiherin und erwartet, dadurch seine eigene Entschlossenheit zu beweisen. Doch statt der erhofften Freiheit erlebt er Angst, Schuld und wachsende Einsamkeit.
Vor dem bedrückenden Hintergrund der Großstadt zeigen seine Begegnungen, wie weit abstrakte Überlegungen und menschliches Leid auseinanderliegen können. Sonja Marmeladowa, die für den Lebensunterhalt ihrer Familie große Opfer bringt, verkörpert eine andere Vorstellung von Verantwortung und Mitgefühl. Durch sie gewinnen Fragen nach Gewissen und innerer Erneuerung besondere Bedeutung.
Der Roman verbindet psychologische Spannung mit einer Auseinandersetzung über Stolz, Armut und die Grenzen persönlicher Freiheit. Er richtet sich an alle, die widersprüchliche Figuren und Geschichten über die Folgen einer Entscheidung schätzen, die sich nicht rückgängig machen lässt.